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Museum des Bogensports und von Valois

Das Schloss

facade 2Da das Schloss auf einem Teil eines Felsvorspungs im Plateau von Valois gebaut wurde, hat es eine dominante Lage in Crépy-en-Valois. Eine tiefer gelegene Kapelle, Saint Aubin gewidmet und offen zur Stadt wurde zuerst um 1170-80 von Thibault III von Crépy-Nanteuil erbaut. Sein Sohn Philipp I., Kampfgefährte des Königs Philippe Auguste bei der Schlacht von Bouvines (1214) bekräftigt sein Ansehen und sein Reichtum, indem er die Kapelle noch höher baut und ein Schloss als Wohnsitz erbaut.

Im Erdgeschoß befinden sich traditionsgemäß die Küchen und Gemeinschaftsräume. Noch überraschender war der Komfort der Zimmer der Adligen, welche dank großer Fenster sehr hell waren.
Der Gutsherr empfang seine Gäste in einem großen Saal mit einem wundervollen Balkenwerk, das von den Besuchern stets bewundert wurde. Als das Schloss in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts seine Funktion als Wohnsitz verliert, wird dieser Raum immer mehr zum Dachboden. Auf der gleichen Etage konnte der Ortsherr und seine Verwandten in die höher gelegene Kapelle Sainte - Marie gelangen, die für sie reserviert war. Sie wird, wie die tiefer gelegene Kappelle Saint Aubin von Stiftsherren beliefert, die von einer Ebene zur anderen über eine Treppe gelangen, die extra in den dicken Wänden errichtet wurde.

Im 15. Jahrhundert gehört das Schloss zum Gutsbesitz der Herzöge von Valois. es wird zum Sitz des Gerichts der Vogtei und der Verwaltung der Herzogtums. Die Juristen werden nach und nach zur Elite der Stadt. Viele schönes Wohnungen im „Vieux Crépy“ (die Altstadt) beweisen dies heute noch. Vom 18. Jahrhundert an bis 1850 dient das Schloss u.a. als Gefängnis. In einer kalten Oktobernacht empfängt es einen berühmten Gast, den Dichter Gérard de Nerval. Später folgen örtliche Vereine, eine Theatergruppe und ein Kino, diese werden dann aber durch ein Museum für Kunst und volkstümliche Traditionen ersetzt. 1949 wird das Museum umgestaltet und wendet sich dem Bogensport und dem religiösen Erbe von Valois zu.

Der Bogensport

arc persan 2Selbst wenn der erste bekannte Bogen, den man in Stellmoor in Deutschland entdeckt hatte, vor 11 000 Jahren fabriziert wurde, existierte diese Art Waffe wahrscheinlich schon 5 000 Jahre vorher. Sie wird für die Jagd und für den Krieg benutzt und ist daher auf allen Kontinenten verbreitet: Die Herstellung und Nutzung sind unterschiedlich und abhängig von den natürlichen Ressourcen und den Kulturen vor Ort. In Afrika sind die „einfachen“ Bögen, hergestellt aus einer einzgen Sorte Holz, nicht sehr kraftvoll, aber dennoch angsteinflößend, da die Pfeile mit Gift versehen sind. In Amazonien zeichnen sich die Bögen durch ihre aussergewöhnliche Länge (bis zu zwei Metern) aus. In Asien dagegen benutzten die Reiter eine „gemischte“ Waffe mit einer extremen Kraft. In Japan ist das Bogenschießen zu einer raffinierten Kunst des Kampfsports geworden und nennt sich Kyudo.

Das goldene Zeitalter des Bogenschießens in Europa ist sicherlich das Mittelalter. Der große Bogen aus „if“ genannt „long bow“ dient den englischen Bogenschützen, die im Laufe des Hundertjährigen Krieges in Crécy und Acincourt über die Franzosen siegen. Die Francs Archers (Freischützen), Leiter der Polizei der Städte, wurden unter König Karl VII 1448 gegründet. Später im 16. Jahrhundert verlieren der Bogen und die Armbrust ihre militärische Rolle zu Gunsten von Feuerwaffen wie die Arkebuse. Trotzdem wird das Bogenschießen weiterhin in traditionellen Gesellschaften praktiziert, die auch heut noch aktiv sind, besonders in der Region Picardie und Ile-de-France. Die Sammlungen des Museums zeigen diesen Reichtum ihrer Traditionen, indem sie Veranstaltungen wie l'abat l'oiseau oder la fête du Bouquet provincial ausstellen.

Ausserdem ist das Bogenschießen auch eine olympische Disziplin. Die Sammlungen des Museums erinnern an das Können der Bogenhersteller und den technischen Fortschritt, von dem der Bogenschütze profitiert, sowohl im Sport als auch bei der Jagd mit dem Bogen, die seit 1995 geregelt wird.

Der heilige Sébastian

saint sebastien 2Die Legende vom heiligen Sebastian: Als Hauptmann der Prätorianergarde des römischen Kaisers Diokletian und konvertierter Christ nutzt  Sebastien seine Position aus, um viele seiner Glaubensbrüder vor den großen Verfolgungen am Ende des 3. Jahrhunderts zu retten. Um sich zu revanchieren, durchbohren die kaiserlichen Bogenschützen ihn mit Pfeilen. Er wurde von einer frommen Witwe namens Irene aufgenommen und gepflegt und gelangt wie durch ein Wunder zur Genesung. Der Kaiser befiehlt also, ihn zu Tode zu schlagen und seinen Körper in die Abfälle Roms zu werfen.

Nach der römischen Tradition werden dem heiligen Sebastian viele Wunder nachgesagt. Sein Kultstatus verbreitet sich in der ganzen Welt und er bleibt einer der beliebtesten Märtyrer, der regelmäßig bei Pestepidemien heraufbeschwört wird. Überall auf der Welt gliedern sich seine Darstellungen, Gemälde,sowie Steinhauereien und Skulpturen, aufgehoben im Museum, von der Zeit des Mittelalters bis in die Moderne Zeit. Sie zeigen die Berühmtheit und den universellen Charakter dieser famösen Figur.

Seine Skulpturen, die dank vieler Spenden und Abgaben (besonders der Familie Scart)
in den Sammlungen des Museums erschienen sind, kommen aus verschiedenen Ländern und wurden nach und nach dank mehrerer Gemälde aus dem 17. und 18.
Jahrhundert komplettiert. Die Darstellungen des Heiligen sind stereotypisch und nach gleichem Modell: Der heilige Sebastien ist an den Handgelenken an einen Baum gebunden und mit Pfeilen durchbohrt. Diese Thematik bildet eine wahre Verbindung zwischen dem Bogensport und den Sammlungen heiliger Kunst im Museum.

Die Skulpturen der heiligen Kunst

Da die Kommunen der Kantone von Crépy-en-Valois, Betz und Nanteuil-le-Haudouin sich der Wichtigkeit bewusst sind, ein bedrohtes und oft nur wenig zugänglich für die Öffentlichkeit Erbe zu schützen, haben sie seit 1973 entschieden, die schönsten Skulpturen ihrer Kirchen an das Museum des Bogensports und des Valois abzugeben.

Dieses Ensemble,meistens bestehend aus Holz- oder Steinstatuen, oft mehrfarbig, aus dem 13. bis 19. Jahrhundert,hat eine besonders gute Qualität und Vielfältigkeit. Die strategische Lage des Valois, zwischen der Region Ile-de-France und den großen Kulturzentren Picards haben schon viele Künstler angezogen. Die Werke des 16. Jahrhunderts, von denen einige in die „Monuments historiques“ eingestuft werden, sind besonders schön, da die Rekonstruktionen der Kirchen häufig waren.

In dieser Galerie heiliger Personen,hat die Heilige Maria, wie im ganzen christlichen Westen, einen erlesenen Platz. Von dem eifrigen jungen Mädchen an der Seite von der heiligen Anne, ihrer Mutter, bis zur weinenden Mutter auf dem Körper ihres Sohnes, über die freudestrahlende Mutter: viele dieser Skulpturen drücken den Aufschwung und die Entwicklung des Marienkults aus. Im Übrigen zeigen andere Figuren die Volksfrömmigkeit der Einwohner von Valois auf. Die Heiligen gehören also zum Alltag: ihre Feste bestimmen das bäuerliche Leben. Egal welches Handwerk werden nach den heiligen Patronen gewählt, so wie Eulogius für die Goldschmiede oder Laurent, der auf einem Grill gequält wurde und somit zum Beschützer der Köche  und Grillköche geworden ist. Der Bezug wird noch intimer, wenn ein besonderer Heiliger für die Heilung eines bestimmten Übel herbeigerufen wird...

 

vierge pilon 2           saint erasme 2           bras reliquaire 2
 

Praktische Informationen:
Musée de l'archerie et du Valois
Rue Gustave Chopinet
60800 Crépy-en-Valois
Tél : 33(0)3 44 59 21 97
Email : musee@crepyenvalois.fr
www.musee-archerie-valois.fr

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Öffnungszeiten:
Geöffnet von 28. MÄRZ - 10. November 2015 täglich außer Dienstag von 14 Uhr bis 18 Uhr (geschlossen am 1. Mai)

Preise:
Voller Preis: 4 €
Reduzierter Preis: 3 € (Schüler, Lehrer, Arbeitslose, Behinderte, Gruppen von mehr als 10 Menschen, kinderreiche Familien)
Kostenlos: unter 26

Führungen für Gruppen:
Pauschalpreis: 30 € (3 € pro Person)
Gruppe zwischen 10 und 30 Personen

Führungen und Workshops für Schulen und Freizeiteinrichtungen:
Für eine geführte Besichtigung oder einem Tag voller Ausflüge in das Museum
Laden Sie unsere Informationsbroschüre

Geburtstag im Museum:
Spielerisch Besichtigung, machen ein Erinnerungsgeschenk, Bogenschießen und Geburtstagsparty
Pauschalpreis von 95 € pro Gruppe (zwischen 5 und 15 Kinder)

Für weitere Informationen oder um einen Besichtigungstermin kontaktieren Sie uns buchen: musee@crepyenvalois.fr

Von märz bis november, museum für bogenschiessen und Valois organisiert ausstellugen, animation, vorträge and nimmt an verschiedenen events europaïschen.

Entdecken Sie das Programm 2015 !

 

Mairie de Crépy-en-valois

2, avenue du Général Leclerc - 60800 Crépy-en-Valois
Tél. : 03.44.59.44.44 - Fax : 03.44.59.44.59

Du lundi au vendredi de 8h30 à 12h et de 13h30 à 17h30
(17h le vendredi).
Permanence accueil le samedi de 9h à 12h.

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